Für unser Format „Aufgetischt“ konnten wir die junge Schauspielerin Zoubeida Ben Salah, seit der Spielzeit 2025/26 festes Ensemblemitglied am Theater Konstanz, für eine Lesung gewinnen. Bei der Veranstaltung, die im Weinlokal „Guter Hirte“ statt fand, nahmen 20 Personen teil.
Zoubeida Ben Salah wählte die Inhalte der Bücher, aus denen sie lesen wollte, selbst aus. Sie stellte sie unter das Motto „Wonne“ und überraschte uns mit folgenden Autoren:
Pasquale Mercier „Nachtzug nach Lissabon“ – obwohl der Titel bereits 2004 veröffentlichte wurde, fasziniert das philosophische Meisterwerk, in dem es um Selbstfindung, den Aufbruch ins Ungewisse und die Essenz dessen, was das Leben ausmacht, auch heute noch.
Katherine Mansfield, neuseeländische Literatin, im Oktober 1888 geboren und mit 34 Jahren jung gestorben, ist vor allem durch ihre modernistischen Kurzgeschichten bekannt. Mit einem Auszug aus „Glück“ einer Erzählung mit großer Einfühlungskraft, zum Teil aber auch mit bitterer Schärfe anhand von Augenblicksimpressionen gibt die Autorin Einblicke in das alltägliche Leben in Form einer Abendgesellschaft.
Michael Decar lässt uns mit „Ich kam in Gestalt eines Elefanten“ an einer magischen Lovestory teilhaben, die wie alle großen Liebesgeschichten nur ein tragisches Ende finden kann.
Verwandelt als Braunbärenmütter und Gespenster, in Gestalt von Axt-Mördern und Wühlmäusen, als Kristallleuchter und Weltmeere, treffen hier zwei vielgestaltig aufeinander, die nicht voneinander loskommen. Mal rasend und zärtlich, mal funkelnd und verletzlich. Aber immer schwer verliebt und jederzeit bereit, den anderen grausam zu enttäuschen.
So entsteht ein episches Love Poem, in dem so viel Wahrheit und Verzweiflung liegt, dass man lachen muss und doch weinen will.
Im Vorfeld der Lesung erhielten die Theaterfreunde/innen jeweils ein Glas Sekt und in den Pausen, zwischen den einzelnen Lesungen, verköstigte uns das Team vom Guten Hirten mit diversen Dünnele und einem süßen Nachtisch, was allen Anwesenden ausgezeichnet mundete.







